AUF DER BULT stellt KIT-Mitglieder für das Auswärtige Amt

Über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums für Kinder und Jugendliche AUF DER BULT sind künftig freiwillig für Kriseninterventionsteams (KIT) des Auswärtigen Amtes tätig.
03.01.2012



Über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums für Kinder und Jugendliche AUF DER BULT sind künftig freiwillig für Kriseninterventionsteams (KIT) des Auswärtigen Amtes tätig. Das bedeutet: Bei sogenannten „Großschadenslagen“ im Ausland, bei denen deutsche Staatsbürger betroffen sind, werden Fachleute aus der Kinder- und Jugendmedizin sowie -psychologie für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen vor Ort eingesetzt. Dabei handelt es sich um Chefärzte, Kinder- und Notfallmediziner, Psychologen, Psychiater, Physiotherapeuten, Kinderkrankenpfleger, Rettungssanitäter und Seelsorger vom Kinder- und Jugendkrankenhaus und Sozialpädiatrischen Zentrum AUF DER BULT.   

Das Auswärtige Amt ist auf das Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT zugekommen, weil das Zentrum über eine umfassende Mitarbeiterschaft von Experten verfügt. Diese Fachleute benötigt ein KIT, um Deutsche nach Naturkatastrophen oder bei Großunfällen in Krisengebieten zu betreuen und zu versorgen - wie zum Beispiel bei dem Tsunami-Unglück 2004 in Thailand. "Die BULT ist ein idealer Partner für uns, weil sie unter einem Dach qualitativ hochwertige Fachleute aus allen Gebieten der Kinder- und Jugendmedizin vereint und so im Krisenfall vor Ort das gesamte Spektrum an notwendiger Betreuung anbieten kann. Die spontane Bereitschaft von Vorstand und Ärztlicher Leitung, Kolleginnen und Kollegen für ein KIT zur Verfügung zu stellen, hat uns sehr gefreut", sagt Frau Dr. Maria Magdalena Bellinger vom Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes. Der Leiter des Krisenreaktionszentrums, Herr Jürgen Borsch, berichtete über Erfahrungen mit zurückliegenden KIT-Einsätzen (Tsunami, Libanon-Evakuierung u.a.) und die wirksame Unterstützung durch kleine, ehrenamtliche Freiwilligenteams.

Bisher gibt es deutschlandweit nur wenige Teams, die sich speziell um Kinder und Jugendliche bei Unglücksfällen in Ausland kümmern. Kriseninterventionsteams helfen im Einsatzfall der Botschaft vor Ort, eine lageangemessene Infrastuktur zu etablieren, verletzte und/oder traumatisierte Personen zu sichten, ihnen eine angemessenen Notfallbetreuung zuteil werden zu lassen und ihren Rücktransport nach Deutschland zu organisieren und ggf. zu begleiten.

“Im Fall eines Einsatzes werden unsere Kolleginnen und Kollegen unbürokratisch und schnell helfen. Gerne bringen wir unsere Kompetenzen im Bereich Kinder- und Jugendmedizin auch bei KIT-Auslandseinsätzen ein. Wir wollen vor Ort helfen und den jungen Patienten ermöglichen, unbeschadet zurückzukehren“ so Prof. Olga Kordonouri, stellvertretende Ärztliche Direktorin.  "Es freut uns besonders, dass das  Auswärtige Amt mit seinem Anliegen auf uns zugekommen ist. Das zeigt auch, welch hervorragenden Ruf die medizinische und psychologische Versorgung im Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT genießt", sagt Dr. Thomas Beushausen, Vorstand der Hannoverschen Kinderheilanstalt.

Kontakt:
Björn-Oliver Bönsch
Vorstandsreferent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0511 / 8115-1117
Mobil: 0177 / 29 333 42 
boensch(at)hka.de


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Letzte Aktualisierung: 31.10.2011